Erfolgreicher Liquid Feedback Workshop in Bonn!
Veröffentlicht von Julia
Am 5. August 2010 trafen sich im Wissenschaftladen in der Buschstraße 85 in Bonn circa 15 interessierte Piraten, um zusammen mit Kai Schmalenbach (@Dave-Kay) und Sebastian Greiner (@Seb666) das Meinungsbildungstool “Liquid Feedback” zu ergründen.
“Liquid Feedback” gießt einen Teil von Liquid Democracy in Software und wir, die Piratenpartei, haben uns am letzten Bundesparteitag dazu entschlossen diese Software zur Abbildung von Meinungsbildern zu nutzen. Wo “Meinungsbild” trivial klingt, bietet Liquid Feedback insbesondere durch die Möglichkeit der Stimmdelegation und das Verfahren mit dem Initiativen erstellt werden, sowie durch die Auszählung im sog. Schulze-Verfahren ein Level an Komplexität, das nicht immer intuitiv ist. Deshalb bietet die AG Liquid Democracy NRW Schulungen zu Liquid Feedback an, die wir in Bonn gerne in Anspruch genommen haben, um jedem Mitglied die Grundlagen dieses wichtigen Tools näher zu bringen.
Liquid Democracy vereinigt nun wiederum Elemente der repräsentativen und der direkten Demokratie. Ein Stimmberechtigter kann einen Repräsentanten mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragen. Anders als bei der Wahl eines Amtsinhabers oder Abgeordneten kann die Delegation aber jederzeit geändert werden und der Stimmberechtigte kann seine Interessen auf Wunsch selbst wahrnehmen. Jeder Einzelne kann entscheiden, ob er sich so verhält wie in einer repräsentativen Demokratie oder in einer direkten Demokratie. Diese Entscheidung kann er außerdem für jedes einzelne Thema treffen. Es ergibt sich ein fließender Übergang zwischen repräsentativer und direkter Demokratie.”
In Nordrhein-Westfalen wird das System seit Beginn des Jahres im Testbetrieb genutzt. Bisher ist es nur für Mitglieder einsehbar. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es hier! Und auch in der Wikipedia ist es bereits verewigt.
